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Das Arabische Reitpferd
Der Legende nach galten als Stammmütter fünf Stuten, die den
Propheten Mohammed im Jahre 622 n. Chr. bei seiner Flucht von Mekka nach
Medina begleiteten. Er soll zuvor etwa hundert Pferde in einen Pferch
gesperrt haben. Der Pferch lag direkt neben einem kühlen Bach, jedoch
bekamen die Pferde in dieser Zeit keinen Tropfen Wasser gereicht. Als
endlich das Gatter geöffnet wurde, wurde im gleichen Moment zum Sammeln
geblasen. Fast alle Pferde liefen zum Bach, um endlich ihren Durst zu
löschen. Nur fünf von ihnen folgten dem Signal und wurden von Stund an
„Die Fünf Propheten“ genannt. |
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© Dr. Bühler (München) |
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© Richard Green (London) |
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Dies ist nur eine von vielen Geschichten, die über die legendären
Schönheiten unter den Pferden erzählt werden. Wer sich in dem kargen und
wüstenreichen Gebiet des heutigen Saudi-Arabiens durchsetzen konnte,
musste schon eine zähe und kraftvolle Natur haben. Obgleich diese Pferde
von einer fast grazilen Schönheit sind, gibt es wohl kaum ein Pferd, das
anspruchsloser und ausdauernder ist. |
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Rein gezogene Araber gibt es weltweit in vielen Gestüten. Die
bekanntesten in Europa finden wir in Polen, Ungarn, England, Spanien,
Frankreich, Russland und natürlich auch in Deutschland. Aber auch in
Amerika und Australien werden diese edlen Pferde gezüchtet. Der Araber
wird als „Veredler“ bei fast allen Kulturrassen eingesetzt. Bei manchen
Rassen gilt der Araber auch als Begründer, so ist verbürgt, dass ihm das
Englische Vollblut seine Entstehung zu verdanken hat. Aber wenn die
Araber-Pferde ja eines auszeichnet, so ist es ihre
überdurchschnittliche, robuste Natur und ihr zähes sowie kraftvolles
Durchhaltevermögen. Trotz des starken Einflusses auf viele Zuchten, ist
aus dem Araber kein leistungsstarkes Sportpferd geworden.
Weder beim Militär noch beim Springreiten werden rein gezogene Araber
durch hervorragende Leistungen auffallen. Bei langen Distanzritten
können sie jedoch ihre harte Ausdauer unter Beweis stellen. Der Araber
ist also das ideale Reitpferd. Er fällt nicht nur durch sein schönes
Aussehen, sondern auch durch sein gutmütiges Temperament auf. |
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© Franz v.
Pausinger |
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In den letzten hundert Jahren hat der Vollblutaraber einen
Siegeszug rund um die Welt angetreten. Araberpferde sind voller
Energie, Ausdauer und Robustheit. Sie sind sehr gelehrig und
haben einen sanftmütigen Charakter. Diese Pferde sind von
auffallender Schönheit.
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© Georg Goerlipp |
Der Vollblut-Araber
Das Arabische Pferd gehört zur Gruppe der Vollblüter. Es werden die
Rassen Vollblutaraber (auch "Arabisches Vollblut" genannt), Shagya-Araber, Anglo-Araber, Arabisches-Partbred und Araber
unterschieden, wobei die vier letztgenannten Rassen einen mehr oder
weniger großen Anteil an Arabischem Vollblut aufweisen. Vollblutaraber
gehen im wesentlichen auf Originalaraber der Beduinen zurück und werden
entsprechend den Richtlinien der Verbände gezüchtet. Ein Vollblutaraber,
der in seinen sämtlichen Abstammungslinien erwiesenermaßen auf
Originalaraber aus der Wüstenzucht der Beduinen auf der Arabischen
Halbinsel zurückgeht, wird als "asil" bezeichnet. In deutschen
Abstammungspapieren wird der Vollblutaraber durch ein ox hinter dem
Namen gekennzeichnet.

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- Wichtige Daten -
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| Ursprung: |
Arabische Halbinsel |
| Hauptzuchtgebiet: |
Orient, USA, Großbritannien, Ungarn, Polen,
Deutschland, Russland |
| Verbreitung: |
weltweit |
| Stockmaß: |
140 - 156 cm |
| Farben: |
Häufig Schimmel aber auch Füchse, Braune,
Rappen |
| Haupteinsatzgebiet: |
Reitpferd, Distanzsport, Zucht, Show,
Wanderreiten |
| Brandzeichen: |
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©
Melanie Stieneke |
Der Pinto-Araber
Der Pinto-Araber, ist ein mittelgroßes Reitpferd im Quadratformat und
besitzt einen deutlichen Vollblutaraber-Einfluss. Der Kopf ist klein und trocken
mit einer geraden bis konkaven Nasenlinie, kleinen, weit gesetzten Ohren, einer
breiten Stirn, weit auseinanderstehenden Augen und großen Nüstern. Der typische
Hechtkopf des Arabers ist jedoch unerwünscht. Die Ganaschenfreiheit ist sehr gut
und das Genick leicht. Der Hals ist hoch angesetzt, lang, geschwungen und
bemuskelt und die Brust tief. Die Schulter ist schräg und gut bemuskelt mit
einem ausgeprägten Widerrist. Der Rücken ist kurz und geht in eine mittellange,
muskulöse Kruppe über. Der Schweif ist hoch angesetzt. Das Fundament ist
mittelstark und korrekt. Die Gliedmaßen sind trocken und haben ausgeprägte
Gelenke und regelmäßige, extrem harte Hufe. Es kommen nur Tobianos (helle
Grundfarbe mit dunklen Flecken) und Overos (dunkle Grundfarbe mit weißen
Flecken) vor. Das Stockmaß liegt zwischen 149 und 162 cm. Die Pferde besitzen
einen ehrlichen, menschenbezogenen Charakter, sind ausdauernd und intelligent
und haben eine harte Konstitution. Zudem haben sie gerade, korrekte,
raumgreifende und taktreine Bewegungen mit einem energischen Schritt, einem
schwungvollen Trab und einem kraftvollen Bergauf-Galopp. Die Tiere haben eine
ausgezeichnete Eignung für alle Sparten des Reitsports, insbesondere für den
Distanzsport. Voraussetzung für die Registrierung als Pinto-Pleasure ist ein
Araber-Blutanteil von 50%. (Ziel der Pinto-Araber-Züchter ist natürlich ein
möglichst höher Araber-Blutanteil). |
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